Auf gehts! Gemeinsam den Wandel gestalten:
Null CO2 bis 2040 – Emissionen halbieren bis 2030.

 

Der Weg zur klimabewussten Null.

Die Stadt Salzburg will bis 2040 klimaneutral sein: Das bedeutet, unser Leben, Wohnen und Arbeiten hat keine negativen Einflüsse auf das Klima. Eine klimabewusste Stadt ist lebenswerter, zukunftssicherer und kostengünstiger. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem und wirtschaftlichem Fortschritt. Salzburg übernimmt dabei eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Österreich – mit Augenmaß und nach Plan!

Warum brauchen wir den Klimafahrplan?

Langfristige Messreihen belegen: Das Klima wandelt sich. Seit 1960 hat sich die Zahl der Hitzetage in Salzburg mehr als verdoppelt. Die Erwärmung ist also auch bei uns deutlich spürbar. 2023 hat die Stadt rund 477 Kilo-Tonnen CO2-äquivalente ausgestoßen. Mehr als 66 Prozent davon gehen auf fossile Energieträger wie Erdgas und Erdöl zurück. Besonders groß ist der Handlungsbedarf im Gebäudesektor. Viele Gebäude aus den Jahren 1961 bis 1980 haben einen hohen Sanierungsbedarf. Der Klimafahrplan bündelt Maßnahmen, setzt Prioritäten und macht Fortschritte messbar. Außerdem leitet er uns an die EU-Klimaziele zu erreichen.

Was haben die Bürger:innen davon?

Klimaschutz bringt mehr Lebensqualität für alle. Neben der Reduktion von Emissionen gibt es viele direkte Zusatznutzen: Bessere Luft, mehr Gesundheit durch aktive Mobilität wie Gehen und Radfahren sowie neue Chancen für den Wirtschaftsstandort durch grüne Innovationen.
Außerdem machen Investitionen in den Klimaschutz unsere Stadt widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse. Sie helfen, Klimaschäden zu vermeiden – und damit langfristig deutlich höhere Folgekosten. Denn Maßnahmen wie mehr Grünflächen und Entsiegelung sind nicht nur wichtig für die Anpassung an den Klimawandel, sie werden auch teurer, je länger wir warten.

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Aufatmen

Einsparen, erzeugen, bewusst einsetzen – diese fünf Schwerpunkte bringen uns ans Ziel.

Energie

Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2040.
Kernmaßnahmen:

  • Vollständiger Ausstieg aus Öl und Gas.
  • Fernwärme-Dekarbonisierung durch Abwärme und Geothermie.
  • Photovoltaik-Ausbau auf Dächernstädtischer Liegenschaften.
  • Über Energiegemeinschaften Eigenstromnutzung für alle Stadtgebäude.

Gebäude

Ziel: Maximale Energieeinsparung durch energetisch sanierte und effiziente Gebäude.
Kernmaßnahmen:

  • Steigerung auf jährlich drei Prozent Sanierungsrate bei stadteigenen Gebäuden.
  • Verpflichtender klimaaktiv SilberStandard bei Sanierungen für nachhaltige Qualität.
  • Fokus auf CO2-optimierte, ressourcenschonende und zirkuläre Bauweise im Neubau

Quartier

Ziel: Wohnsiedlungen (Quartiere) sollen künftig von Beginn an klimaneutral geplant und umgesetzt werden.
Kernmaßnahmen:

  • Gebäudeübergreifende Planungskonzepte in z.B. Energie und Mobilität
  • (Re)Aktivierung des Bestands durch Fokus auf Nachverdichtung, Nutzung von gewidmetem Bauland, Brachflächen und Leerständen
  • (Klimaneutrale) Quartiere werden als Planungsebene in der Stadt verankert und über klare, einheitliche Prozesse umgesetzt.

Mobilität

Ziel: Den Anteil von Gehen, Radfahren und öffentlichem Verkehr auf 80 Prozent steigern – und gleichzeitig auf klimafreundliche Antriebe bis 2040 wechseln.
Kernmaßnahmen:

  • Verstärkte Nutzung des öffentlichen Verkehrs sowie aktiver Mobilitätsformen (Umsetzung Radstrategie 2030+ und Masterplan Gehen).
  • Beschleunigung durch Busspuren, Vorrangschaltung und Taktverdichtung für die Öffis
  • Einführung eines flächendeckenden, nachhaltigen Parkmanagements.
  • Stadt der kurzen Wege durch nahe Versorgungsmöglichkeiten.
  • Ausbau von Fußgänger- und Begegnungszonen, insbesondere in der Innenstadt
  • Umstellung der Fahrzeuge in der Stadt auf klimaneutrale Antriebe.

Abfall- & Kreislauf­wirtschaft

Ziel: Weniger Abfall, mehr Kreislauf: vermeiden, reduzieren und wiederverwenden.
Kernmaßnahmen:

  • Umfassende Abfallwirtschafts-, und Kreislaufwirtschaftsstrategie zur Müllvermeidung.
  • Teilen statt Besitzen durch den Ausbau der Sharing-Angebote ( Fahrrad, Auto, Geräte) sowie von ReUse-Initiativen und RepairCafes.
  • Für städtische Einkäufe gelten klimarelevante Mindeststandards – inklusive Lebenszyklus-Analysen (von der Herstellung bis zur Entsorgung).
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Aufblühen.

Wir gehen im Magistrat mit gutem Beispiel voran – und machen den Weg für die ganze Stadt leichter.

Begeisterung wächst dort, wo Worten auch Taten folgen. Deshalb beginnt die Stadtverwaltung bei sich selbst: Wir setzen neue Standards und Maßnahmen um und zeigen mit konkreten Beispielen, was funktioniert. Diese Prinzipien tragen wir Schritt für Schritt in die ganze Stadt. Wenn man einen Stein in einen See wirft, zieht das Kreise: Genauso wollen wir eine Aufbruchsstimmung für Salzburg schaffen!

Die drei wichtigsten Prinzipien

1. Klimafreundliche Prozesse und Governance (Verwaltung)

  • Klimaneutralität zum Maßstab für Verfahren und Entscheidungen machen
  • innovative Prozesse in der Stadtverwaltung etablieren
  • Klimaschutz quer durch alle Abteilungen verankern

 

2. Wissen vermehren und teilen

  • interaktiver Beteiligungsformate stärken und Umweltbildung ausbauen
  • Aufbau von Wissensnetzwerken und Reallaboren zum Testen neuer Lösungen.
  • Bürger:innen über Maßnahmen und ihre Wirkung verständlich informieren und Bewusstsein für Klimaschutz stärken

 

3. Partnerschaften

  • Laufender Dialog und Austausch mit allen Akteuren
  • Bürger:innen einbinden und ihre Beteiligung am Klimaschutz stärken.
  • Strategische Kooperationen mit starken Partnern wie der Salzburg AG, dem Land Salzburg und vielen weiteren

 

Aufmachen.

Nichts tun ist keine Alternative – aktiv handeln spart Geld und bringt Lebensqualität.

Was passiert, wenn wir nicht handeln?

Hitzesommer werden zur Belastung: Mehr Hitzetage, mehr Hitzetote – besonders für ältere Menschen, Kinder und Kranke.
Unberechenbares Wetter: Starkregen, Überflutungen und Trockenperioden nehmen zu und treffen unsere Stadt immer häufiger. Gesundheit leidet: Schlechtere Luft, Hitze und Stress wirken sich direkt auf unser Wohlbefinden aus. Natur gerät unter Druck: Bäume, Grünräume und Böden trocknen aus – das Stadtklima verschlechtert sich. Für spätes Handeln zahlen wir mehr: Reparaturen, Ausfälle und Wertverluste sind deutlich teurer als rechtzeitige Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Wirtschaft. Hohe Folgekosten für Salzburg: Strafzahlungen und Kosten im Emissionshandel fließen nach Brüssel – Geld, das hier für Schulen, Pflege oder Infrastruktur fehlt.

Was passiert, wenn wir handeln?

Gesünder leben: Saubere Luft, weniger Lärm und mehr Bewegung durch gute Öffis, Rad- und Gehwege.
Angenehmes Stadtklima: Mehr Grün, mehr Schatten, kühlere Plätze – auch an heißen Tagen.
Mehr Lebensqualität im Alltag: Sichere Wege, lebenswerte Quartiere und attraktive öffentliche Räume. Klimaschutz rechnet sich: Jeder investierte Euro spart langfristig fünf bis zehn Euro an Schäden und Folgekosten. Wertschöpfung bleibt in Salzburg: Investitionen stärken regionale Betriebe, Handwerk und Innovation. Vorsorge für kommende Generationen: Entscheidungen von heute sichern die Lebensqualität unserer Kinder und Enkel:innen.

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Aufsteigen.

Gemeinsam schneller ans Ziel: Was Sie als als Mensch dieser Stadt tun können.

Als Bürger:in

  • Bewusstes Handeln im Alltag spart bis zu 15 Prozent Energie.
  • Zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren und Öffis nutzen.
  • Das Klimaticket besorgen oder auf Sharing-Angebote zurückgreifen.
  • Heizung auf erneuerbare Energie oder Fernwärme umstellen.
  • Strom aus Photovoltaik nutzen oder über Energiegemeinschaften beziehen.
  • Fenster tauschen und effiziente Haustechnik senkt den Energiebedarf deutlich.
  • Abfall vermeiden, konsequent Mülltrennen auf „ReUse“ setzen.

Als Unternehmer:in

  • Betriebliches Mobilitätsmanagement: mit Jobrädern, Jobtickets und Ausbau von Homeoffice-Angeboten.
  • Umstellung von Produktionsprozessen auf erneuerbare Energien und industrielle Abwärme.
  • Die thermische Sanierung von Gebäuden nach Klimaaktiv-Standard spart bares Geld.
  • Reduktion des CO2-Fußabdruck durch nachhaltige Beschaffung.

Als Unterstützer:in

  • Wissenstransfer und Vernetzung in der Klimaallianz.
  • Schulen und Bildungeinrichtungen fördern, um junge Generationen für nachhaltiges Denken zu sensibilisieren.
  • Die Teilnahme an Reallaboren ermöglicht es, neue Klimaschutzmaßnahmen realistisch zu testen und zu evaluieren.
  • Organisationen wie der VCÖ oder das Klimabündnis unterstützen.
  • Die Mitwirkung in Gremien wie dem Klimarat.