Zurück zur Übersicht

Notstromanlage Gstättengasse/Münzgasse

Unter dem Projekt „Notstromanlage Gstättengasse/Münzgasse“ versteht die Stadt Salzburg die Sicherstellung einer eigenständigen Stromversorgung wichtiger städtischer bzw. öffentlicher Einrichtungen im Fall eines Stromausfalls bzw. Blackouts.

Dabei handelt es sich um eine besondere Anlage, weil die Notstromversorgung nicht ausschließlich über einen klassischen Dieselgenerator erfolgt, sondern auf dem städtischen Kleinkraftwerk in der Münzgasse basiert. Dieses wird durch Wasser aus dem Almkanal angetrieben.

Notstromanlage Gstättengasse/Münzgasse

Das Projekt „Notstromanlage Gstättengasse/Münzgasse“ dient der Sicherstellung einer eigenständigen Stromversorgung wichtiger städtischer und öffentlicher Einrichtungen im Falle eines Stromausfalls bzw. eines Blackouts. Grundlage bildet das historische, von der Stadt Salzburg betriebene Kleinkraftwerk in der Münzgasse, das über den Almkanal mit Wasserkraft betrieben wird und bereits seit 1904 in Betrieb ist.

Die Anlage wurde in den Jahren 2022 und 2023 umfassend revitalisiert und technisch modernisiert. Durch die vorgenommenen Adaptierungen konnte die Leistungsfähigkeit bzw. der Wirkungsgrad der Anlage verbessert werden. Die erzeugte elektrische Energie kann im Normalbetrieb teilweise in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden; im Notfall steht die Anlage für die Versorgung der über ein eigenes Kabelnetz angeschlossenen Einrichtungen zur Verfügung.

Ein wesentlicher Bestandteil der Blackout-Vorsorge ist die Anbindung des Schlosses Mirabell an die bestehende Notstromversorgung. Dadurch soll auch bei einem länger andauernden Ausfall des öffentlichen Stromnetzes die Aufrechterhaltung wesentlicher Verwaltungs- und Betriebsfunktionen im Schloss Mirabell ermöglicht werden.

Das Projekt stellt somit einen wichtigen Baustein der kommunalen Krisen- und Blackout-Vorsorge dar und trägt zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit kritischer städtischer Infrastruktur auch bei länger andauernden Stromausfällen bei.

Kurz gesagt: Das Projekt bedeutet die Modernisierung und Weiterentwicklung der bestehenden städtischen Wasserkraft-Notstromversorgung in der Gstättengasse/Münzgasse und insbesondere deren Ausbau zur Absicherung weiterer wichtiger Einrichtungen – vor allem des Schlosses Mirabell – für den Blackout-Fall.

Wie funktioniert die Anlage?

Das Wasser des Almkanals wird über den sogenannten Neutorarm in einem historischen, rund 190 m langen Mönchsbergstollen angestaut und über ein Druckrohr zur Francis-Turbine in der Münzgasse geleitet. Die historische Anlage stammt ursprünglich aus dem Jahr 1904 und wurde 2022/23 umfassend revitalisiert und technisch modernisiert.

Die Anlage erfüllt dabei zwei Funktionen:

  • Sie erzeugt Strom und kann diesen – soweit er nicht für die Notstromversorgung benötigt wird – in das Netz der Salzburg AG einspeisen.
  • Sie stellt bei einer Unterbrechung der öffentlichen Stromversorgung Notstrom für angeschlossene wichtige Einrichtungen

Historisch waren unter anderem das Landestheater, das Mozarteum und die Festspielhäuser an das rund 2 km lange eigene Kabelnetz angeschlossen.

Was wurde 2022/23 erneuert?

Die Stadt hat die Anlage in den Jahren 2022 und 2023 revitalisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Dabei konnte der Wirkungsgrad laut Arbeitsübereinkommen durch verschiedene Adaptierungen um rund 20 % gesteigert werden.

Ein wesentlicher weiterer Bestandteil des Projekts ist die Anbindung des Schlosses Mirabell. Im Arbeitsübereinkommen 2024–2029 wird ausdrücklich festgehalten, dass die Verbindung vom Bereich Müllnersteg über die Schwarzstraße zum Schloss Mirabell noch herzustellen war bzw. ist. Diese Verbindung soll es ermöglichen, das Schloss im Blackout-Fall mit der Notstromanlage zu versorgen. Die Stadt bezeichnet dies als wesentlichen Bestandteil der Blackout-Vorsorge, insbesondere zur Aufrechterhaltung wichtiger Verwaltungstätigkeiten.

Warum ist das für die Stadt wichtig?

Das Projekt ist daher nicht einfach eine „Energieerzeugungsanlage“, sondern ein Bestandteil der kritischen kommunalen Infrastruktur und Blackout-Vorsorge.

Im Fall eines länger dauernden Stromausfalls soll damit sichergestellt werden, dass besonders wichtige Einrichtungen zumindest mit der für ihren Betrieb notwendigen elektrischen Energie versorgt werden können. Dazu zählen beispielsweise:

  • notwendige Verwaltungsfunktionen,
  • wichtige Kultur- und Veranstaltungsgebäude,
  • sicherheitsrelevante technische Einrichtungen,
  • Beleuchtung und grundlegende Betriebseinrichtungen.

Die Stadt hat daneben weitere, dezentrale Notstromaggregate für einzelne Einrichtungen angeschafft, etwa für Seniorenwohnhäuser und die Schule am Glanbogen. Das zeigt die unterschiedliche Funktion: Die Anlage Gstättengasse/Münzgasse ist eine zentrale, netzgebundene Notstromversorgung, während die Aggregate einzelne Gebäude unabhängig absichern.

Kontakt
teil_der_notstromsicherung
notstromanlage