Verkehrsberuhigung Innenstadt
Verkehrsberuhigung Innenstadt
Das Projekt „Verkehrsberuhigung Innenstadt“ umfasst die schrittweise Neuorganisation und Neugestaltung des innerstädtischen Verkehrs- und Straßenraums mit dem Ziel, den motorisierten Durchzugsverkehr in der Altstadt zu reduzieren und gleichzeitig die Aufenthalts-, Fuß- und Lebensqualität deutlich zu verbessern.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Bereich zwischen Neutor und Museumsplatz mit dem Herbert-von-Karajan-Platz, dem Bürgerspitalsplatz, dem Anton-Neumayr-Platz und dem Museumsplatz sowie den dazwischenliegenden Straßenräumen. Für diesen Bereich ist die Einrichtung einer Begegnungszone vorgesehen. Der motorisierte Durchgangsverkehr soll deutlich reduziert werden, während der öffentliche Verkehr, der notwendige Lieferverkehr, die Zufahrt für Anrainer:innen sowie Einsatz- und sonstige berechtigte Verkehre weiterhin gewährleistet werden.
Die Verkehrsberuhigung wird mit einer umfassenden gestalterischen Aufwertung des öffentlichen Raumes verbunden. Dabei sollen insbesondere mehr Raum für Fußgänger:innen und den Umweltverbund, barrierefreie und attraktive Wege, Begrünung, konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten sowie eine hochwertige Gestaltung der historischen Plätze und Straßenräume geschaffen werden.
Das Projekt umfasst somit sowohl verkehrsorganisatorische Maßnahmen als auch die bauliche und freiraumplanerische Neugestaltung eines zentralen Bereichs der Salzburger Altstadt. Ziel ist ein zusammenhängender, verkehrsberuhigter und klimaangepasster Stadtraum, der den Anforderungen von Bewohner:innen, Besucher:innen, Wirtschaft, Lieferverkehr und öffentlichem Verkehr gleichermaßen Rechnung trägt.
Kurz gesagt: „Verkehrsberuhigung Innenstadt“ bedeutet bei der Stadt Salzburg weniger Durchzugsverkehr zwischen Neutor und Museumsplatz + Begegnungszone + Neuorganisation des Verkehrs + umfassende Aufwertung der vier historischen Plätze und des gesamten Straßenraums.
Was soll konkret erreicht werden?
Der zentrale Bereich erstreckt sich vom Neutor bis zum Museumsplatz und umfasst insbesondere:
- Herbert-von-Karajan-Platz
- Bürgerspitalplatz
- Anton-Neumayr-Platz
- Museumsplatz
- die dazwischenliegenden Straßen und Gassen.
Derzeit wird dieser Bereich noch wesentlich durch den Durchgangsverkehr geprägt. Nach den aktuellen Angaben der Stadt verkehren auf dieser Achse rund 12.000 Fahrzeuge pro Tag. Ziel ist, den Durchzugsverkehr um etwa zwei Drittel zu reduzieren.
Zentrales Element: Begegnungszone
Die Verkehrsberuhigung wird insbesondere durch eine Begegnungszone zwischen Neutor und Museumsplatz umgesetzt. Dort soll der Straßenraum künftig stärker als gemeinsamer Stadtraum für Fußgänger:innen, Radfahrende und den öffentlichen Verkehr funktionieren.
Gleichzeitig wird die Durchfahrt durch das Neutor bzw. den betreffenden Altstadtkorridor für den motorisierten Individualverkehr eingeschränkt. Ausnahmen sind insbesondere für Anrainer:innen, öffentlichen Verkehr, Lieferverkehr und Einsatzdienste vorgesehen. Die konkreten Regelungen wurden 2024 politisch beschlossen.
Es geht aber auch um die Gestaltung des Stadtraums
Die Verkehrsberuhigung ist eng mit der Neugestaltung der vier historischen Plätze verbunden. Der 2026 abgeschlossene Realisierungswettbewerb umfasst rund 12.000 m² und soll einen zusammenhängenden, klimaangepassten und attraktiven Stadtraum schaffen. Vorgesehen sind unter anderem mehr Raum für Fußgänger:innen, Begrünung, Aufenthaltsbereiche und eine bessere Gestaltung der öffentlichen Räume.
Das Siegerprojekt des EU-weit durchgeführten Architekturwettbewerbes sieht die Begegnungszone als einen „Shared Space“ vor, in dem Fußgänger:innen, Radfahrende und öffentlicher Verkehr gemeinsam berücksichtigt werden. Gleichzeitig müssen Lieferverkehr und die besonderen Anforderungen der Altstadt weiterhin funktionieren.
Zusammenhang mit Hildmannplatz und Neutor
Zum Gesamtprojekt gehört im weitesten Sinne auch die Verkehrsorganisation am Hildmannplatz. Dort wurde zunächst ein provisorischer Kreisverkehr vorgesehen, der nach Abschluss der Arbeiten im Festspielbezirk in eine dauerhafte Lösung überführt werden soll. Dadurch soll der Verkehr rund um das Neutor neu organisiert werden.
Aktueller Stand 2026
Das Projekt ist inzwischen über die reine Konzeptphase hinaus: Der Realisierungswettbewerb wurde im März 2026 abgeschlossen und ein Siegerprojekt ausgewählt. Als nächster wesentlicher Schritt ist der Grundsatzbeschluss zur Umsetzung im Gemeinderat vorgesehen. Die derzeit geschätzten Projektkosten liegen bei rund 12,8 Mio. Euro; der Baubeginn ist nach Abschluss der erforderlichen Planungen und Ausschreibungen frühestens Ende 2027 bzw. ab 2028 vorgesehen.






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