Weitere Verbesserungen der Bus-Haltestellen
Weitere Verbesserungen der Bus-Haltestellen
Das Projekt „Weitere Verbesserungen der Bus-Haltestellen“ umfasst die schrittweise Modernisierung und qualitative Aufwertung bestehender Bushaltestellen im Stadtgebiet Salzburg. Gemeinsam mit den zuständigen städtischen Dienststellen und den Salzburg Linien sollen bestehende Haltestellen hinsichtlich ihrer Ausstattung, Erreichbarkeit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität überprüft und auf Grundlage einer Prioritätenliste sukzessive verbessert werden.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen insbesondere der Ausbau digitaler Fahrgastinformationssysteme, die Vergrößerung und Verbesserung der Warte- und Aufstellflächen, die Herstellung barrierefreier Zugänge, zusätzliche Sitzmöglichkeiten sowie ein ausreichender Witterungsschutz. Ergänzend sollen die Beleuchtung, die Orientierung und Beschilderung, die sichere Erreichbarkeit und Querung der Haltestellen sowie die Ausstattung mit geeigneten Radabstellanlagen verbessert werden.
Bei der Umsetzung sollen nach Möglichkeit Synergien mit ohnehin geplanten Straßen-, Gehsteig-, Kanal- und Leitungsbauprojekten genutzt werden. Dadurch können Haltestellen ohne zusätzliche umfangreiche Eingriffe in den Straßenraum modernisiert und gleichzeitig die Anforderungen des öffentlichen Verkehrs, des Fuß- und Radverkehrs sowie der Barrierefreiheit berücksichtigt werden.
Ziel ist ein stadtweit schrittweise verbessertes und einheitlich hochwertiges Haltestellennetz, das einen sicheren, barrierefreien und komfortablen Zugang zum öffentlichen Verkehr ermöglicht und damit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Salzburg weiter erhöht.
Kurz gesagt: Das Projekt bedeutet, bestehende Bushaltestellen systematisch zu überprüfen und dort, wo Verbesserungsbedarf besteht, zu modernen, barrierefreien und komfortablen Haltestellen umzubauen – mit mehr Platz, Sitzgelegenheiten, Witterungsschutz, digitaler Information und Radabstellmöglichkeiten.
Was soll bei den Haltestellen verbessert werden?
Im Arbeitsprogramm werden insbesondere folgende Punkte genannt:
- Digitale Fahrgastinformation: Ausbau bzw. Nachrüstung digitaler Anzeigen mit aktuellen Abfahrtsinformationen.
- Mehr Platz für wartende Fahrgäste: Vergrößerung bzw. bessere Gestaltung der Warte- und Aufstellflächen.
- Barrierefreiheit: niveaugleiche bzw. möglichst stufenlose Zugänge, geeignete Gehsteigabsenkungen und ausreichend Bewegungsflächen für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen.
- Sitzmöglichkeiten: zusätzliche bzw. bessere Sitzgelegenheiten, insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen.
- Witterungsschutz: bessere Wartehäuschen bzw. Überdachungen als Schutz vor Regen, Schnee, Wind und sommerlicher Hitze.
- Radabstellplätze: geeignete Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich der Haltestellen.
- Umfeldgestaltung: Verbesserung der Zugänge, Beleuchtung, Querungsmöglichkeiten und der allgemeinen Aufenthaltsqualität.
Die Stadt hebt 2026 ebenfalls hervor, dass eine gute Haltestelle neben Witterungsschutz und Sitzgelegenheiten auch Barrierefreiheit, Beleuchtung und verständliche Fahrgastinformation benötigt.
Wichtig: Es geht nicht nur um das Wartehäuschen
Das Projekt sollte daher nicht als bloßer Austausch alter Buswartehäuschen verstanden werden.
Eine zeitgemäße Haltestelle besteht aus mehreren miteinander verbundenen Elementen:
Gehsteig → barrierefreier Zugang → Wartefläche → Sitzplatz/Wartehaus → Haltestellenstele → digitale Information → sichere Querung → Einstieg in den Bus
Alle diese Bereiche müssen möglichst zusammenpassen.
Ein gutes Beispiel ist die geplante Verbesserung der Bushaltestelle Raschenbergstraße an der Triebenbachstraße. Dort sind unter anderem ein grundlegender Umbau, barrierefreie Zugänge und ausreichende Aufstellflächen vorgesehen.
Auch bei der Sanierung der Eichstraße werden die beiden Bushaltestellen modernisiert: Vorgesehen sind größere Anlegezonen, neue Wartehäuschen und ein barrierefreier Zugang.
Wie funktioniert die Priorisierung?
Die Stadt will nicht alle Haltestellen gleichzeitig umbauen. Vielmehr sollen die bestehenden Stationen besichtigt und hinsichtlich ihres Verbesserungsbedarfs bewertet werden. Daraus wird eine Prioritätenliste erstellt, die anschließend schrittweise abgearbeitet wird.
Dabei können beispielsweise folgende Kriterien relevant sein:
- hohe Fahrgastfrequenz,
- fehlende Barrierefreiheit,
- fehlender Witterungsschutz,
- zu kleine Warteflächen,
- fehlende Sitzmöglichkeiten,
- schlechte oder fehlende Fahrgastinformation,
- schwierige Querung der Straße,
- schlechte Erreichbarkeit für Fußgänger:innen,
- fehlende Radabstellmöglichkeiten,
- Verbindung mit ohnehin geplanten Straßen- oder Leitungsbauarbeiten.
Verbindung mit anderen städtischen Projekten
Interessant ist, dass die Haltestellenverbesserung häufig mit anderen Bauvorhaben gekoppelt werden kann.
Beim Makartplatz beispielsweise wird im Zuge der ohnehin erforderlichen Kanal- und Leitungsarbeiten anschließend auch die Oberfläche neu gestaltet. Die Stadt nennt dabei ausdrücklich Verbesserungen bei den Bushaltestellen, zusätzliche Bäume, Sitzgelegenheiten und eine bessere Entwässerung.
Dadurch können Synergien genutzt werden: Wenn Gehsteige und Straßen ohnehin neu hergestellt werden, kann gleichzeitig die Haltestelle barrierefrei und funktional verbessert werden.
In Abstimmung mit der Salzburg AG wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Eine bereits erstellte Studie zum Thema Haltestellen wird bei der Salzburg AG für die Stadt angefragt, um erste Grundlagen für Verbesserungsschritte zu haben.
Rückmeldung 2026 – 6/04:
Eine gemeinsame Abstimmung mit der SAG ist vorgesehen.
