Ausbau der öffentlichen WC-Infrastruktur
Der Ausbau der öffentlichen WC-Infrastruktur umfasst die bedarfsgerechte Erweiterung des Angebots an öffentlichen Toiletten, die Errichtung neuer WC-Anlagen an stark frequentierten Standorten, die Sanierung und Modernisierung bestehender Anlagen, die Verbesserung der Barrierefreiheit und Sicherheit, die Ausweitung der Öffnungs- und Betriebszeiten sowie ergänzende mobile und privatwirtschaftlich bereitgestellte WC-Angebote. Ziel ist eine möglichst flächendeckende, gut erreichbare, hygienische, sichere und für unterschiedliche Nutzer:innengruppen geeignete WC-Versorgung im gesamten Stadtgebiet.
Ausbau und Modernisierung der öffentlichen WC-Infrastruktur:
Erweiterung des WC-Angebots insbesondere in Stadtteilen, Parks und stark frequentierten öffentlichen Räumen, Sanierung bestehender Anlagen, Verbesserung von Barrierefreiheit und Sicherheit, Verlängerung der Öffnungszeiten sowie Einsatz mobiler WC-Anlagen und des Modells „Nette Toilette“ zur Schließung von Versorgungslücken.
Das trifft den aktuellen Stand der Salzburger WC-Strategie 2025/2026 ziemlich genau.
Die Stadt hat dazu inzwischen sogar eine eigene WC-Strategie entwickelt. Ende 2025 wurden 36 öffentliche WC-Anlagen, 17 „Nette Toiletten“, 11 mobile „öKlos“ und ein Dixi-Klo ausgewiesen.
Der Ausbau ist ein Vorzeigeprojekt der Stadtregierung. Innerhalb kurzer Zeit konnten viele an neuen Angeboten geschaffen werden, etwa sieben so genannte öKlos oder das Konzept „Nette Toilette“ in Zusammenarbeit mit der Gastro-Branche.
Rückmeldung 2026 – 6/01:
Momentan gibt es an 10 Standorten in der Stadt Salzburg (vorwiegend Spielplätze, kein Kanalanschluss) Öklos. Eine neue WC Anlage konnte unter der Müllner Stiege geschaffen werden (All-for-one). Für 2027 ist die Umstellung der Innerstädtischen WC Anlagen auf (zusätzlich) bargeldlose Bezahlung vorgesehen. Parallel dazu werden in den nächsten 2 Jahren, je nach Erfordernis, die WC Anlagen der Innenstadt saniert.
Die wesentlichen Inhalte
- Neue WC-Standorte schaffen
Vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten und bisher eine Versorgungslücke besteht:
- Parks und Spielplätze
- stark frequentierte Stadtteile
- Spazier- und Freizeitwege
- Salzachufer
- Verkehrsknotenpunkte
- Innenstadt und touristisch stark frequentierte Bereiche.
Für die kommenden Jahre ist beispielsweise die Planung neuer WC-Anlagen entlang der Salzach unter Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen.
- Bestehende WC-Anlagen sanieren
Ein wesentlicher Teil des „Ausbaus“ ist die Modernisierung bestehender Anlagen.
Beispielsweise wurden 2025 die WC-Anlagen beim kleinen Grünmarkt generalsaniert. Auch für die Altstadt-WCs sind Sanierungen vorgesehen.
Das umfasst typischerweise:
- Sanitäreinrichtungen
- Böden und Wände
- Beleuchtung
- Lüftung
- Heizung
- Wasser- und Abwasserinstallationen
- Türen und Ausstattung
- Reinigung und Hygiene
- Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.
- Barrierefreiheit verbessern
Das ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie.
Dazu gehören:
- barrierefrei erreichbare WC-Anlagen
- ausreichend Bewegungsflächen
- geeignete Ausstattung
- Euro-Key-Zugang, wo vorgesehen
- funktionierende Notrufsysteme
- bessere Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer:innen, ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
Ein aktuelles Beispiel ist das neue barrierefreie WC am Mirabellplatz, das seit November 2025 rund um die Uhr für Euro-Key-Besitzer:innen zugänglich ist.
- Öffnungszeiten ausweiten
Ein weiterer Punkt ist die ganzjährige bzw. längere Nutzbarkeit.
Durch die Nachrüstung von Heizgeräten können mittlerweile fast alle WC-Anlagen auch im Winter geöffnet bleiben. Die Stadt hat damit insbesondere bei Park-WCs die bisherige saisonale Einschränkung reduziert.
- „öKlos“ – mobile WC-Anlagen
Für Standorte, an denen ein festes WC wirtschaftlich oder baulich nicht sinnvoll ist, setzt die Stadt auf mobile „öKlos“.
Diese kommen beispielsweise bei:
- Spielplätzen,
- Parks,
- Freizeitanlagen,
- Salzachsee,
- Skateparks
zum Einsatz. Sie benötigen keinen Kanalanschluss. Derzeit sind 11 öKlos im Stadtgebiet vorgesehen bzw. vorhanden.
- „Nette Toilette“ ausbauen
Eine interessante Ergänzung ist das Konzept „Nette Toilette“.
Dabei stellen Cafés, Restaurants, Einrichtungen oder andere Betriebe ihre vorhandenen Toiletten auch Nicht-Kund:innen kostenlos zur Verfügung. Die Stadt beteiligt sich an den zusätzlichen Reinigungskosten.
2026 wurde das Angebot auf 21 Partnerbetriebe erweitert, mit besonderem Augenmerk auf eine möglichst flächendeckende Versorgung in den Stadtteilen.
- Unterschied zwischen Innenstadt und Stadtteilen
Hier verfolgt die Stadt ausdrücklich einen unterschiedlichen Ansatz:
Stadtteile und Parks:
möglichst flächendeckend, gut erreichbar und grundsätzlich kostenlos.
Innenstadt/Altstadt:
stärker touristisch frequentiert; bestimmte WC-Anlagen bleiben kostenpflichtig.
Für die kostenpflichtigen Innenstadt-WCs wurde ab 2026 eine bargeldlose Bezahlung vorgesehen; gleichzeitig wurde die Gebühr von 0,50 € auf 1 € angehoben. Die Regelung wurde vom Gemeinderat beschlossen.






