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Bauqualität und Nutzer:innen-Feedback bei Bauvorhaben

Unter „Bauqualität und Nutzer:innen-Feedback bei Bauvorhaben“ versteht die Stadt Salzburg ein Instrument zur systematischen Qualitätssicherung bei stadteigenen Bauprojekten. Es geht dabei um zwei miteinander verbundene Ansätze: eine hohe architektonische und bauliche Qualität bereits bei der Planung sicherzustellen und nach Fertigstellung zu überprüfen, wie sich das Gebäude in der tatsächlichen Nutzung bewährt. Das ist im Arbeitsprogramm 2024–2029 unter Punkt 10.18 ausdrücklich vorgesehen.

Bauqualität und Nutzer:innen-Feedback bei Bauvorhaben

Das Projekt „Bauqualität und Nutzer:innen-Feedback bei Bauvorhaben“ dient der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität stadteigener Bauprojekte. Bereits in der Planungsphase soll bei geeigneten Bauvorhaben durch die Durchführung von Architekturwettbewerben ein qualitätsvoller und auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmter Entwurf sichergestellt werden.

1. Bauqualität bereits bei der Planung sicherstellen

Bei geeigneten stadteigenen Bauvorhaben sollen möglichst Architekturwettbewerbe durchgeführt werden. Dadurch sollen mehrere qualifizierte Planungslösungen miteinander verglichen und eine hochwertige Lösung für das jeweilige Bauvorhaben gefunden werden.

Dabei geht es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild, sondern beispielsweise um:

  • funktionale Grundrisse und Betriebsabläufe,
  • gute Orientierung und Erschließung,
  • Barrierefreiheit,
  • Aufenthalts- und Nutzungsqualität,
  • Energieeffizienz und Nachhaltigkeit,
  • gute Tageslicht- und Raumverhältnisse,
  • robuste und wartungsfreundliche Materialien,
  • angemessene Errichtungs- und Folgekosten.

2. Nach Fertigstellung die tatsächliche Nutzung überprüfen

Der zweite und für dieses Projekt besonders wichtige Punkt ist das Nutzer:innen-Feedback nach Fertigstellung.

Die Stadt möchte nicht nur beurteilen, ob ein Gebäude entsprechend der Planung und den technischen Vorgaben errichtet wurde, sondern auch erfahren:

Wie funktioniert das Gebäude tatsächlich im täglichen Betrieb?

Dafür sollen erfahrungsbasierte Rückmeldungen der Nutzer:innen strukturiert erhoben werden. Diese Rückmeldungen sollen anschließend an die am Projekt Beteiligten – beispielsweise Verwaltung und Architekt:innen – weitergegeben werden. Genau diesen Ablauf beschreibt das Arbeitsprogramm.

Was könnte dabei abgefragt werden?

Je nach Gebäude beispielsweise:

Bei Schulen und Kindergärten

  • Sind Räume zweckmäßig angeordnet?
  • Funktionieren Wege und Zugänge?
  • Gibt es ausreichend Stauraum?
  • Ist die Akustik zufriedenstellend?
  • Sind Räume im Sommer zu heiß?
  • Funktionieren Beschattung und Lüftung?
  • Sind Außenbereiche gut nutzbar?

Bei Seniorenwohnhäusern

  • Sind die Wege kurz und verständlich?
  • Sind Aufzüge, Sanitärbereiche und Gemeinschaftsräume gut erreichbar?
  • Funktionieren Orientierung und Beleuchtung?
  • Sind Aufenthaltsbereiche ausreichend attraktiv?

Bei Verwaltungsgebäuden

  • Sind Arbeitsplätze funktional?
  • Funktionieren Besprechungs- und Gemeinschaftsbereiche?
  • Sind Raumakustik, Klima und Beleuchtung zufriedenstellend?
  • Entsprechen die Räume den tatsächlichen Arbeitsabläufen?

3. Der entscheidende Mehrwert: Lernen aus abgeschlossenen Projekten

Das Projekt geht damit über eine einmalige Abnahme eines Bauwerks hinaus.

Die Stadt möchte aus den Erfahrungen eines fertiggestellten Gebäudes für zukünftige Bauvorhaben lernen.

Beispielsweise könnte sich bei mehreren Schulbauten herausstellen, dass bestimmte Sonnenschutzsysteme im praktischen Betrieb nicht ausreichend funktionieren. Dieses Erfahrungswissen könnte dann bei der Planung der nächsten Schule berücksichtigt werden.

Damit entsteht ein Kreislauf:

Planung → Bau → Nutzung → Nutzer:innen-Feedback → Auswertung → Verbesserung zukünftiger Bauprojekte

Das ist aus die zentrale Bedeutung dieses Projektes.

Im Jahr 2025 fand eine Summer School zum Thema „Besser bauen“ im Schloss Mirabell statt. Im stadteigenen Baubereich wurden erste Schritte gesetzt, etwa bei der Planung von Wasserstellen in Schulgebäuden, die früher eingespart wurden.

 

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