Die Stadt Salzburg verfolgt das Ziel, möglichst viele der tausenden leerstehenden und minder genutzten Wohnungen, Gewerbeflächen und Büros im Stadtgebiet für Wohnzwecke zu mobilisieren. Damit betritt die Stadt Neuland. Dazu gehört der Aufbau eines Leerstands-Monitorings unter Nutzung aller vorhandenen und neuen gesetzlich bereitgestellten Instrumente wie z.B. zur Erhebung von Wohnungen, die nicht als Hauptwohnsitze genutzt werden (z.B. Daten des zentralen Melderegisters) oder die Erfassung leerstehender Büro- und Gewerbeflächen (z.B. Daten des Firmenbuchs). Basierend auf den Analysen des Leerstands-Monitorings werden schrittweise Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und evaluiert, die der effektiven Mobilisierung von Wohnungen dienen. Um Verzögerungen zu vermeiden, wird das Projekt noch 2024 gestartet. Gegenüber dem Land Salzburg tritt die Stadt für die Erhöhung der bestehenden Leerstandsabgabe ein, wie es der Bundesgesetzgeber ermöglicht, sowie für ein effektives Monitoring über Ziele und Wirkung der Leerstandsabgabe. Eine Evaluierung der Wirkung Leerstandsabgabe in der Stadt Salzburg wird durchgeführt.
Mit dem Beschluss des neuen Wohnleitbild 2040 im September 2026 hat die Stadt Salzburg auch konkrete Vorhaben gegen Minder- und Fehlnutzung beschlossen. Dazu gehören Projekte wie die Wiedereinführung der Mietgarantie mit einem neuen Konzept, bei der Eigentümer:innen von leerstehenden Wohnungen von der Stadt Sicherheiten bekommen, wenn sie diese mit einem angemessenen Mietzins dem Markt zuführten.