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Photovoltaik-Offensive

Unter der „Photovoltaik-Offensive“ der Stadt Salzburg ist ein gezielter und beschleunigter Ausbau der Stromerzeugung aus Sonnenenergie auf stadteigenen Gebäuden und geeigneten städtischen Flächen zu verstehen. Das Arbeitsübereinkommen 2024–2029 nennt dafür ausdrücklich mehr Budgetmittel, zusätzliche Ressourcen für Koordination, Planung, Umsetzung und Betrieb sowie einen eigenen Ausbauplan, der dem Gemeinderat vorgelegt werden soll.

Photovoltaik-Offensive:

Der Ausbau der Photovoltaik auf stadteigenen Gebäuden und geeigneten städtischen Flächen soll beschleunigt und systematisch vorangetrieben werden. Dazu werden die vorhandenen PV-Potenziale erhoben, geeignete Standorte priorisiert und ein mehrjähriger Ausbauplan für Planung, Errichtung, Betrieb und Finanzierung erstellt. Bei Gebäudesanierungen soll die Errichtung von Photovoltaikanlagen frühzeitig berücksichtigt und technisch vorbereitet werden. Der erzeugte Sonnenstrom soll möglichst direkt in den jeweiligen städtischen Gebäuden genutzt bzw. über geeignete Energiegemeinschaften weiteren städtischen Liegenschaften zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist eine Erhöhung der Eigenstromerzeugung, eine Verringerung des Strombezugs aus dem Netz und ein weiterer Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Salzburg.

Kurz gesagt:
Die Photovoltaik-Offensive bedeutet „so viele geeignete städtische Dächer und Flächen wie möglich systematisch für Sonnenstrom nutzen – und den erzeugten Strom möglichst innerhalb der Stadtverwaltung selbst verwenden.“

Was umfasst die PV-Offensive konkret?

  1. PV auf städtischen Gebäuden

Vorrangig sollen geeignete Dächer von beispielsweise

  • Schulen und Kindergärten
  • Amtsgebäuden
  • Seniorenwohnhäusern
  • Sportstätten
  • Wirtschaftshof und Betriebsgebäuden
  • Kulturgebäuden
  • stadteigenen Wohnanlagen

für Photovoltaikanlagen genutzt werden.

Die Stadt hat bereits zahlreiche Anlagen, unter anderem auf Schulen, Seniorenwohnhäusern, dem Wirtschaftshof, dem Freibad Leopoldskron und der Stadtgärtnerei.

  1. Auch städtische Flächen außerhalb von Gebäuden

Der Begriff „stadteigene Gebäude und Flächen“ ist bewusst weiter gefasst. Damit können beispielsweise auch geeignete

  • Überdachungen,
  • Parkflächen,
  • Betriebsflächen,
  • sonstige technische bzw. kommunale Anlagen

für PV in Betracht kommen.

3. Nicht nur Errichtung, sondern ein systematischer Ausbauplan

Der wesentliche neue Punkt der Offensive ist die systematische Erfassung des PV-Potenzials:

Welche städtischen Dächer und Flächen sind geeignet?
Welche Anlagen können kurzfristig umgesetzt werden?
Welche Dächer müssen vorher saniert werden?
Welche Leistung kann jeweils installiert werden?
Wie hoch sind Investition und erwarteter Stromertrag?
Wo kann der erzeugte Strom unmittelbar verbraucht werden?

Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil die Stadt nicht jedes Dach einfach mit PV belegen kann. Statik, Dachzustand, Denkmalschutz, Verschattung, Netzanbindung, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit müssen berücksichtigt werden.

4. Verbindung mit Gebäudesanierungen

Die PV-Offensive steht daher in engem Zusammenhang mit dem von dir vorher angesprochenen Sanierungsfahrplan.

Ein gutes Beispiel ist die Wohnanlage Leonhard-von-Keutschach-Straße: 2026 wird zunächst das rund 1.000 m² große Dach saniert. Dabei wird bereits die spätere Errichtung einer PV-Anlage berücksichtigt.

Ein anderes Beispiel ist die ARGEkultur: Im Zuge der Dachsanierung wurde das Dach so ausgeführt, dass eine PV-Anlage errichtet werden konnte. Die Anlage erzeugt künftig bis zu 30.000 kWh Strom pro Jahr.

Das zeigt den Grundgedanken:

Dachsanierung → statische/technische Vorbereitung → PV-Anlage → Eigenstromnutzung

5. Möglichst viel Eigenverbrauch

Die Stadt möchte den erzeugten Strom möglichst direkt in den eigenen Gebäuden verwenden.

Ein gutes Beispiel ist der Wirtschaftshof: Dort erzeugen zwei PV-Anlagen zusammen rund 144.000 kWh/Jahr; ein erheblicher Teil wird unmittelbar am Standort verbraucht, der Rest eingespeist.

Auch Energiegemeinschaften spielen dabei eine Rolle. Überschüsse einer PV-Anlage können beispielsweise anderen städtischen Gebäuden zur Verfügung gestellt werden. Beim Schulstandort Taxham wird dieses Prinzip bereits beschrieben.

Der aktuelle Klimafahrplan 2040 geht sogar ausdrücklich in Richtung gebäudeübergreifender Eigenstromnutzung über Energiegemeinschaften.

6. Wo steht Salzburg derzeit?

Hier ist eine wichtige Aktualisierung gegenüber älteren Darstellungen:

Die frühere Solaroffensive hatte als Ziel unter anderem 1.000 kWp PV-Leistung auf kommunalen Gebäuden bis 2025. Dieses Ziel wurde bereits 2023 überschritten. Für 2024 weist die Stadt auf ihren Gebäuden rund 1.276 kWp installierte PV-Leistung aus.

Die aktuelle PV-Offensive ist daher nicht mehr einfach die Fortsetzung des alten 1.000-kWp-Ziels, sondern soll den weiteren Ausbau deutlich systematischer vorantreiben.

Über eine digitale Solarflächen-Potentialkarte, die über die Smart City Salzburg gemeinsam mit iSpace ausgearbeitet wurde, können Potentiale für den Ausbau bereits abgerufen werden.

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