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Sanierungsoffensive stadteigene Wohnungen

Unter der „Sanierungsoffensive bei stadteigenen Wohnungen“ versteht die Stadt Salzburg derzeit kein einzelnes Bauprojekt, sondern ein mehrjähriges Programm zur systematischen Erhaltung, Sanierung und Verbesserung der rund 1.700 stadteigenen Wohnungen bzw. Wohnanlagen. Das Programm wurde im Arbeitsübereinkommen 2024–2029 festgelegt und wird aktuell weiter umgesetzt.

Die Stadt hat zunächst den gesamten Bestand erhoben, um daraus einen Zustandsbericht und eine längerfristige Sanierungsstrategie abzuleiten. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die Wohnungen selbst, sondern um die gesamte Wohnanlage einschließlich Gemeinschafts- und Außenbereiche.

Gestartet wurde im ersten Jahr mit der Ausarbeitung einer detaillierten Zustandsliste . Mit der Erneuerung des Innenhofes im Lehner Wohnblock wurde ein erstes Leuchtturmprojekt gestartet.

Im Wesentlichen umfasst die Offensive folgende Bereiche:

BereichTypische Inhalte
1. GebäudesubstanzDächer, Fassaden, Fenster, Türen, Dachentwässerung, Außenbauteile, Feuchtigkeitsschäden
2. WohnungenInstandsetzung leerstehender Wohnungen, Bäder, Installationen, Böden, Malerarbeiten, Elektro- und Sanitärarbeiten
3. Energie & Klimaschutzthermische Sanierung, Verbesserung des Wärmeschutzes, Heizungsoptimierung, Vorbereitung bzw. Errichtung von PV-Anlagen
4. AllgemeinbereicheStiegenhäuser, Eingangsbereiche, Beleuchtung, Geländer, Aufzüge bzw. Liftanlagen
5. Balkone & AußenbauteileSanierung bzw. Verbesserung von Balkonen und anderen gemeinschaftlichen Bauteilen
6. AußenanlagenInnenhöfe, Grünflächen, Wege, Aufenthaltsbereiche und Freiräume
7. Abfall & Nebenanlagenz.B. neue Mülltonneneinhausungen
8. FahrradinfrastrukturVerbesserung bzw. Schaffung von Radabstellplätzen
9. WohnqualitätWäschespinnen, Aufenthaltsbereiche, Gestaltung der Innenhöfe und weitere Verbesserungen nach den Bedürfnissen der Bewohner:innen
10. Bewohner:innen-BeteiligungBewohner:innen sollen bei der Entwicklung und Gestaltung ihrer Wohnanlage stärker einbezogen werden

Dass diese Punkte tatsächlich Teil der aktuellen Offensive sind, zeigt beispielsweise die 2026 laufende Dachsanierung in der Leonhard-von-Keutschach-Straße: Rund 1.000 m² Dachfläche werden erneuert, einschließlich Dachentwässerung. Gleichzeitig wird die spätere Errichtung einer PV-Anlage vorbereitet. Die Stadt nennt ausdrücklich auch Innenhöfe, Wäschespinnen und bessere Radabstellplätze als Bestandteile der Verbesserung der Wohnqualität.

Ein wichtiger Schwerpunkt: leerstehende Wohnungen

Ein unmittelbares Ziel ist auch, sanierungsbedürftige Wohnungen möglichst rasch wieder vermietbar zu machen.

2025 hat die Stadt zusätzlich zu den laufenden rund 1,8 Mio. € jährlich weitere 240.000 € für die Instandsetzung von Wohnungen bereitgestellt. Gleichzeitig wurden bereits Wohnungen für Sanierungen ab 2026 erfasst.

Das bedeutet: Die „Sanierungsoffensive“ umfasst sowohl große, langfristige Gebäudesanierungen als auch kleinere, kurzfristige Instandsetzungen, damit Wohnungen nicht unnötig leer stehen.

Beispiel Lehener Vierkant

Besonders deutlich wird der ganzheitliche Ansatz beim Lehener Vierkant mit 113 Wohnungen.

Dort geht es nicht lediglich um die Sanierung einzelner Wohnungen. Die Stadt verbindet:

  • Wiederherstellung von Dachgeschoßwohnungen,
  • Verbesserung bzw. Neugestaltung des Innenhofes,
  • Beteiligung der Bewohner:innen,
  • Verbesserung der Außen- und Gemeinschaftsflächen.

Verbindung mit Energie und PV

Interessant ist, dass die Offensive inzwischen nicht nur als klassische Instandhaltung verstanden wird.

Das neue Wohnleitbild der Stadt Salzburg von September 2026 legt einen Schwerpunkt auf die Verbesserung des bestehenden Wohnungsbestandes, insbesondere auf die Senkung von Betriebs- und Energiekosten, Hitzeschutz, Grünflächen und technische Verbesserungen. Die Stadt verbindet damit auch die Frage, wie bestehende Gebäude langfristig wirtschaftlicher und klimaverträglicher betrieben werden können.

Das aktuelle Dachprojekt in Lehen ist dafür ein gutes Beispiel: Dachsanierung heute – technische Voraussetzung für PV morgen.

Finanzielle Größenordnung

Für 2026 sind laut Stadt 4,8 Mio. € für stadteigene Wohnungen vorgesehen.

Dabei sollte man allerdings unterscheiden zwischen:

Sanierungsoffensive = Gesamtprogramm

und

jährlichem Sanierungsbudget = konkrete finanzielle Umsetzung in einem Haushaltsjahr.

Die Offensive ist also deutlich größer angelegt als eine bloße Liste einzelner Sanierungsaufträge.

Was bedeutet „stadteigene Wohnungen“?

Gemeint sind insbesondere die rund 1.700 Wohnungen der Stadt bzw. der kommunalen Liegenschaftsverwaltung KgL. Die Stadt trägt dafür unmittelbar Verantwortung. Die GSWB ist davon zu unterscheiden, auch wenn es zwischen Stadt, GSWB und KgL organisatorische bzw. eigentümerseitige Zusammenhänge gibt. Im Arbeitsübereinkommen wird deshalb auch eine eigene Strategie zur GSWB und KgL angesprochen.

Zusammengefasst: Die Sanierungsoffensive ist ein langfristiges Bestandsentwicklungsprogramm. Es geht nicht nur darum, „kaputte Wohnungen zu reparieren“, sondern darum, die städtischen Wohnanlagen baulich, energetisch, funktional und hinsichtlich der Wohnqualität schrittweise auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen.

Wenn du das für einen städtischen Amtsbericht bzw. eine politische Vorlage brauchst, kann ich dir daraus auch eine präzise Definition der „Sanierungsoffensive stadteigene Wohnungen“ mit den Punkten Zielsetzung, Maßnahmen, Zuständigkeit, Finanzierung und Zeithorizont formulieren.

Rückmeldung 2026 – 6/01:
Für das Jahr 2026 sind neben der Fertigstellung des Lehener Wohnblocks vier weitere größere Objektsanierungen geplant und budgetiert. Außerdem laufen Planungsarbeiten für 2027.

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