Zurück zur Übersicht

Stärkung der Infrastruktur im Vermessungs- und Geoinformationsbereich

Mobilität & UmweltAbgeschlossen

Unter „Stärkung der Infrastruktur im Vermessungs- und Geoinformationsbereich“ versteht die Stadt Salzburg vor allem den Ausbau und die Modernisierung der technischen, digitalen und personellen Grundlagen, mit denen räumliche Daten der Stadt erfasst, verwaltet, ausgewertet und anderen Dienststellen zur Verfügung gestellt werden.

Das ist im Arbeitsprogramm 2024–2029 ausdrücklich als eigenes Vorhaben angeführt. Begründet wird es damit, dass sowohl die Planung und Umsetzung im Baubereich als auch die Stadtplanung auf fundierten Vermessungsdaten beruhen und diese über eine Geoinformations-Infrastruktur verwaltet werden. Ziel ist insbesondere die Stärkung und der Ausbau des abteilungsübergreifenden GIS-Umfeldes einschließlich der erforderlichen personellen Ressourcen.

 

Stärkung der Infrastruktur im Vermessungs- und Geoinformationsbereich

Die Stärkung der Infrastruktur im Vermessungs- und Geoinformationsbereich umfasst die laufende Modernisierung und Weiterentwicklung der technischen, digitalen und personellen Grundlagen für die Erfassung, Verwaltung, Analyse und Bereitstellung raumbezogener Daten innerhalb der Stadtverwaltung Salzburg.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Weiterführung und Aktualisierung der Digitalen Stadtkarte, der Ausbau des stadtweiten Geoinformationssystems (GIS), die Sicherstellung aktueller und präziser Vermessungsgrundlagen sowie die Weiterentwicklung von Datenbanken, Schnittstellen und digitalen Planungsinstrumenten. Dazu zählen auch die Nutzung moderner Vermessungs-, Luftbild-, Laserscanning- und 3D-Technologien sowie die bedarfsgerechte Bereitstellung von Geodaten für die verschiedenen Fachabteilungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der verbesserten und abteilungsübergreifenden Nutzung der Geoinformation. Dadurch sollen insbesondere Stadtplanung, Bauwesen, Straßen- und Tiefbau, Infrastrukturplanung, Grundstücksverwaltung und weitere Fachbereiche auf verlässliche und möglichst einheitliche räumliche Datengrundlagen zurückgreifen können.

Erforderlich sind dafür neben der technischen Weiterentwicklung auch ausreichende personelle Ressourcen für Vermessung, Datenpflege, GIS-Administration, Datenorganisation, Qualitätssicherung und die Entwicklung neuer digitaler Anwendungen.

Ziel ist eine leistungsfähige, aktuelle und zukunftssichere Geoinformations-Infrastruktur, die eine effizientere Planung, bessere Koordination und fundierte Entscheidungsfindung bei städtischen Projekten und Verwaltungsverfahren ermöglicht.

Kurz gesagt: Es geht darum, die „digitale räumliche Wissensbasis“ der Stadt Salzburg zu stärken – also Vermessung, Digitale Stadtkarte, GIS, Grundstücks- und Leitungsdaten, Luftbilder und 3D-Daten technisch aktuell zu halten und sie den verschiedenen Dienststellen möglichst gemeinsam nutzbar zu machen.

Was gehört konkret dazu?

  1. Digitale Stadtkarte weiterentwickeln

Die Digitale Stadtkarte (DSK) ist eine zentrale Grundlage. Sie enthält unter anderem Grundstücksgrenzen, Gebäude, Straßen, Gehsteige, Gewässer, Gelände, Luftbilder sowie Leitungsinformationen. Sie umfasst mehr als 100 Informationsebenen und wird laufend aktualisiert.

  1. GIS-Infrastruktur ausbauen

Das städtische Geoinformationssystem soll technisch weiterentwickelt werden, damit unterschiedliche Dienststellen auf gemeinsame räumliche Daten zugreifen und diese für ihre jeweiligen Aufgaben verwenden können. Das betrifft beispielsweise:

  • Stadtplanung und Raumplanung
  • Bauverfahren
  • Straßen- und Tiefbau
  • Kanal- und Leitungsverwaltung
  • Grundstücksverwaltung
  • Verkehrsplanung
  • Hochwasserschutz
  • Grünraumplanung

Das GIS ist damit nicht nur eine „digitale Karte“, sondern eine verwaltungsweite Daten- und Arbeitsplattform für raumbezogene Informationen.

  1. Vermessungsgrundlagen sicherstellen

Dazu gehören laufende Lage- und Höhenvermessungen, Bestandsaufnahmen, Absteckungen sowie die Pflege des Lage- und Höhenfestpunktfeldes. Auch Bauvorhaben der Stadt – etwa Straßen-, Hoch- und Tiefbauprojekte – benötigen solche exakten Vermessungsgrundlagen.

  1. Geodaten laufend aktualisieren

Die Daten müssen laufend an die tatsächlichen Verhältnisse angepasst werden. Dazu gehören beispielsweise neue Gebäude, Grundstücksteilungen, Änderungen im Straßenraum, neue Leitungen oder Veränderungen der Topografie. Die Stadt führt dazu unter anderem die Digitale Stadtkarte, die Grundstücksdatenbank und den Digitalen Bauplatzkataster.

  1. Moderne 3D- und Luftbilddaten nutzen

Ein aktuelles Beispiel für diese Weiterentwicklung ist das 2025 vorgestellte 3D-Stadtmodell Salzburg. Es basiert unter anderem auf Airborne-Laserscanning und dem digitalen Bildflug 2024 und bildet Gebäude, Straßen, Vegetation und andere Strukturen dreidimensional ab.

Das kann beispielsweise für Stadtplanung, Bauvorhaben, Geländeanalyse, Verschattung, Dachanalysen oder die Darstellung von Infrastruktur genutzt werden.

  1. Schnittstellen zwischen den Dienststellen verbessern

Ein wesentlicher Punkt des Projektes ist der abteilungsübergreifende Einsatz. Die Daten der Vermessung sollen nicht isoliert bei MA 6/03 liegen, sondern von den jeweils zuständigen Fachabteilungen genutzt werden können. Die Stadt beschreibt MA 6/03 daher ausdrücklich als Querschnittsbereich innerhalb der Verwaltung.

  1. Personal und Know-how verstärken

Das Projekt betrifft ausdrücklich nicht nur Hard- und Software. Im Arbeitsprogramm wird auch die Stärkung der personellen Ressourcen genannt. Hintergrund ist, dass die Erfassung, Qualitätssicherung, Datenorganisation, Systembetreuung, Vermessung und Weiterentwicklung des GIS entsprechendes Fachpersonal erfordern.

Warum ist das für die Stadt wichtig?

Der praktische Hintergrund ist relativ einfach:

Je mehr Infrastruktur- und Bauprojekte die Stadt plant, desto wichtiger sind aktuelle und präzise Informationen darüber, was sich wo befindet.

Ein Straßenbauprojekt benötigt beispielsweise genaue Grundstücksgrenzen, Höhen, Leitungsverläufe, Gebäude, Verkehrsflächen und bestehende Infrastruktur. Diese Informationen können aus den verschiedenen Geodaten zusammengeführt werden.

Die Digitale Stadtkarte ist deshalb eine wichtige verwaltungsweite Grundlage; die Stadt gibt an, dass rund 80 % der kommunalen Entscheidungen einen Raumbezug haben.

Kontakt
dsk
gis_1
datenkonzept1_geodesktop
signal_5.1-3
kommunalfriedhof
dachauswertungen
3d-mesh